
Kateryna Kravchenko
ist eine ukrainische Komponistin und Sängerin mit aktuellem Wohnsitz in Köln. Schon im Alter von vier Jahren begann sie, Klavier zu spielen, und entdeckte mit elf Jahren ihre Leidenschaft für den Jazzgesang. Ihrem Traum, Jazzmusikerin zu werden, folgend, zog sie 2018 nach Deutschland, um Jazz/Rock/Pop-Gesang an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden zu studieren. Sie verbrachte ein Austauschjahr in Stockholm und absolviert derzeit ein duales Masterstudium in Jazzkomposition und Jazzgesang an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. 2025 wird sie ihr Debütalbum, welches gemeinsam Wanja Slavin entstanden ist, veröffentlichen.

Michaela Špačková
ist eine preisgekrönte Fagottistin, die klassische und zeitgenössische Musik vereint. Mit 17 Jahren debütierte sie als Solistin mit der Prager Philharmonia und trat mit Orchestern wie dem ORF Wien und der Tschechischen Philharmonie auf. Sie arbeitete mit Dirigenten wie Simon Rattle und Paavo Järvi und spielte auf renommierten Bühnen wie der Berliner Philharmonie. Michaela engagiert sich auch in der neuen Musik, lehrt an der Hochschule für Musik Köln und wird 2025 ihr Debütalbum veröffentlichen.

Ángela Aguareles
– eine Musikerin, die uns von Anfang an mit ihrem Enthusiasmus und ihrer musikalischen Sprache in den Bann gezogen hat. Ein Thema zieht sich durch alle Stipendien: Wie gehe ich meinen eigenen Weg – wie finde ich meine eigene musikalische Identität. Wir möchten sie in diesem Prozess unterstützen und ihr dabei den Rücken stärken. Wir sind gespannt, welche Türen wir dabei gemeinsam öffnen oder schließen. “Als Stipendiatin fühle ich mich von den Mentoren ermutigt, tiefer in meine eigenen Wege einzutauchen. Sie führen mit Respekt und Verständnis für meine Vision und bieten gleichzeitig augenöffnende Perspektiven. Ich bin sehr dankbar für die Unterstützung.“

Derya Mavi Atakan
(geboren im bayrischen Dunst der Neunziger) studierte Operngesang in Berlin und Paris. Sie tritt als Opern-Performerin in Erscheinung und lässt die drei Gewalten Oper, Punk und Klänge der Levante aufeinander treffen. Eigenkompositionen und Opernreferenzen sind in ihrer Arbeit eine Einladung zur kollektiven Metamorphose. Die Absurdität und Komik des menschlichen Alltags, sowie Naturgewalten werden durch die Sopranstimme in den Fokus gerückt. Das Nicht-Vereinbare und Gegensätzliche umarmen sich. Pathos trifft auf Irritation, Klamauk auf Ernsthaftigkeit, Traum auf Realität.

Nina Gurol
gestaltet als Pianistin künstlerische Räume, die ihr Publikum zugleich herausfordern und berühren: mit kompromissloser Hingabe begibt sie sich auf Pfade jenseits des Vertrauten und führt in ihren Konzertprogrammen neu zusammen, was auf den ersten Blick getrennt erscheint. Auf vielfältige Weise lotet sie dafür das Repertoire zwischen klassischer und zeitgenössischer Musik, komplexem Intellekt und pianistischer Sensibilität aus, verbindet tröstliche Schlichtheit mit unerbittlicher Strenge, das Leben mit der Vergänglichkeit. Ob auf internationalen Bühnen, innovativen Festivals oder in ihrer akademischen Arbeit: Nina Gurol sucht als Künstlerin nicht das Vertraute, sondern das noch Unergründete und findet ihr Zuhause dort, wo Musik aufrüttelt, nachhallt und unbeantwortete Fragen aufwirft – bei Galina Ustvolskaya und York Höller gleichermaßen wie bei Franz Schubert.

Shuteen Erdenebaatar
Die in der mongolischen Hauptstadt Ulaanbaatar geborene Komponistin und Pianistin bringt mit ihren sehnsuchtsvollen Melodien, angereichert mit tiefgründigen und ausdrucksstarken Harmonien und Rhythmen, einen einzigartigen Klang zu Gehör. Aufgewachsen als klassische Musikerin, begann sie im Alter von 16 Jahren bereits ihr Bachelor-Studium in klassischer Komposition. Unmittelbar nach ihrem erfolgreichen Abschluss kam sie 2018 nach München, um ihren Horizont mit einem Doppelmasterstudium in Jazzklavier und Jazzkomposition an der Hochschule für Musik und Theater zu erweitern. Im Alter von 23 Jahren hat sie zwei Masterstudiengänge und ein Weiterbildendes Zertifikatsstudium Meisterklasse erfolgreich absolviert. Die Concerto21 Stiftung begleitet Shuteen Erdenebaatar dabei nach fünf Jahren in München wieder eine Brücke in ihre Heimat zu schlagen. Im Herbst 2024 wird sie an der Staatsoper in Ulaanbaatar auftreten. Diese Reise soll dokumentarisch begleitet werden.

Teresa Raff
Die Harfenistin möchte sich nicht mit vermeintlichen Grenzen ihres Instruments zufrieden geben. In Standard-Besetzungen ist die Harfe meist nicht vorgesehen, was die Musikerin als kreative Aufforderung begreift. Wechselnde, aufregende und fordernde Projekte wie ihr Podcast hinter der Bühne, die Arbeit mit dem Ensemble Reflektor, dem Elaia Quartett oder der Cellistin Anne Keckeis markieren, was ihr momentan am wichtigsten ist: Die Verbindung zu anderen Menschen – auf der Bühne, aber auch zwischen Bühne und Publikum. Die Concerto21 Stiftung unterstützt sie bei der Entwicklung eines neuen Repertoires und Formaten, die die Harfe in ein ungewohntes Licht stellen.

Josefine Göhmann
Als Sopranistin trat sie schon in vielen namenhaften Opernhäusern und Festivalkontexten auf. Sie ist im Bereich Oper, Konzert und Lied tätig, hat sich aber nicht nur als Sängerin etabliert. Nach ihrem hochgelobten Debut-Album réBelles! (Portraits lyriques), setzte sie sich 2022 als Produzentin ihres Festivals réBelles mit der Fragestellung weiblicher Rollenbilder und weiblicher Selbstbestimmung auseinander. Auf Einladung der Neuköllner Oper entwickelt sie für die Spielzeit 2023/24 nach eigener Idee und Konzept das Programm "The Blaubart Project". Gemeinsam mit der Concerto21 Stiftung wird sie unter anderem an der Triologie "MARBLE - PIROUTCHA - MADELEINE" arbeiten - eine Hommage an ihre Wurzeln, ihre Eltern, ihre Jugend und Herkunft.

Elshan Ghasimi
Sie ist Meisterin der persischen Langhalslaute Tar und der klassischen persischen Kunstmusik, Komponistin, Performance-Künstlerin und Pädagogin. Sie arbeitet in Begegnungsräumen von Tradition und Moderne, West und Ost, Musik und anderen Kunstformen. Sprache, Musik, Körperlichkeit und dramatischer Ausdruck als Teil eines (kulturellen) Ganzen bilden die Grundlage für ihr Schaffen. Für westliche Musiker:innen bleibt die außereuropäische Kunstmusik, die durch Notation nur unzureichend darstellbar ist, ein Buch mit vielen Siegeln. Die Concerto21 Stiftung unterstützt Elshan Ghasimi in ihrem Vorhaben, diese – insbesondere den Radīf – aufzuschlüsseln und eine Brücke von Ost nach West zu konstruieren.

Valerie Fritz
Ein Cello am Rücken wiegt sieben Kilo. Seine Tradition allerdings wiegt deutlich schwerer und wird mitunter gar zur Last beim Beschreiten neuer Wege. My cello, my choice ist ein Akt der Selbstermächtigung, ein selbstbestimmtes und persönliches Programm, welches einen Einblick in die Intimität zwischen einer Musikerin und ihrem Instrument gewährt. Bei der Erarbeitung ihres Bühnenprogramms, welches unter anderem Werke von Sarah Nemtsov, Hildegard von Bingen und Peter Eötvös, sowie Auftragskompositionen von Alexander Bauer und Georg Friedrich Haas enthält, wird Valerie Fritz von der Concerto21 Stiftung begleitet und unterstützt.

Moritz Stahl
ist dieses Jahr mit seinem Herzensprojekt Transient Bodies an die Öffentlichkeit gegangen. Eine neu gegründete Band, eine Tour, ein Album - ein Weg, der für aufstrebende Musiker:innen mit Hürden verbunden sind, die unsere Mentor:innen nur zu gut kennen. Im Rahmen des Stipendiums der Concerto21 Stiftung stehen wir Moritz zur Seite und freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit.

Goran Stevanovich
Von der Presse als „wahrer Botschafter für die Vielseitigkeit seines Instrumentes“ gelobt, gilt Goran Stevanovich als ein bedeutender Akkordeonist der Gegenwart. Wie kaum jemandem gelingt es dem jungen Musiker, das Akkordeon auch abseits des gängigen Repertoires auf den Konzertbühnen zu etablieren. Sein außergewöhnlich breites Spektrum an Stücken, ließ Goran Stevanovich über die Jahre eine ganz eigene Klangästhetik und Stilistik entwickeln. Die Concerto21 Stiftung begleitet ihn seit Anfang 2023 bei der Erschließung bosnischer Volksmusik für sein Instrument – insbesondere der Liebeslyrik Sevdah und ihrer Überschneidung mit deutschen Dichtungen.