Stipendiatin

Teresa Raff

Die Harfenistin Teresa Emilia Raff versteht ihr Instrument als akustisches Vergrößerungsglas, das ihr mit seinem Resonanzreichtum ermöglicht, ein Spektrum kontrastierender Emotionen auszudrücken. In Standard-Besetzungen ist die Harfe meist nicht vorgesehen, was die Musikerin als kreative Aufforderung begreift. Gemeinsam mit der Cellistin und Konzertdesignerin Anne Keckeis schafft sie interdisziplinäre Konzertformate, die sich von der aufkommenden Kitsch-Assoziation dieser Instrumenten-Kombination lösen.

Genre-wechselnde, aufregende und fordernde Projekte wie ihr Podcast „hinter der Bühne“, die Arbeit mit ensemble reflektor, dem Elaia Quartett und dem Fabia Mantwill Orchestra markieren, was ihr am wichtigsten ist: Die Verbindung zu anderen Menschen - auf der Bühne, aber auch zwischen Bühne und Publikum.

Teresa Raff studierte in Salzburg und London. Sie spielt u.a. bei der Staatskapelle Berlin, dem Konzerthausorchester Berlin, der Staatskapelle Dresden und dem Bruckner Orchester Linz. Seit 2023 ist sie Stipendiatin der Concerto21 Stiftung.

Nicht nur als Harfenistin, sondern vor allem auch als Künstlerin so viel Vertrauen geschenkt zu bekommen, ist für mich in der Form neu und sehr bedeutsam. Wünsche, deren Realisation schwer möglich erschien, können jetzt herangeholt, besprochen, angegangen und eben auch finanziert werden. Der eigenen künstlerischen Stimme Zeit geben zu dürfen ist etwas, das man sich in unserer schnelllebigen Gesellschaft erkämpfen muss. Gewissermaßen hat mir die Concerto21 Stiftung durch die Zusammenarbeit nun die Erlaubnis und auch den Auftrag erteilt, mir Zeit zu geben, um tatsächlich künstlerisch wirken zu können - ein fast überfordernd schönes Geschenk.

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